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40 US-Milliardäre wollen Hälfte ihres Vermögens spenden
40 US-Milliardäre haben angekündigt, dass sie die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke spenden wollen. Damit dürften sie möglicherweise über 100 Milliarden Dollar zusammenbringen. Microsoft-Gründer Bill Gates und Investorenlegende Warren Buffett haben eine Liste mit den Namen der Spendewilligen veröffentlicht. Die Nachricht hat auch in Deutschland zu einer Debatte über die soziale Verantwortung der Wohlhabenden geführt. Politiker haben zu höherer Spendenbereitschaft aufgerufen.
Portal soll Freiwilligen-Dienste bewerten
Auf dem Portal meinfreiwilligendienst.de sollen Menschen, die einen Freiwilligendienst geleistet haben, künftig ihre Organisation bewerten können, die sie entsandt hat. Grund: Unter den Anbietern tummeln sich auch schwarze Schafe mit kommerziellen Interessen. Das Portal soll im Spätsommer starten und damit Freiwilligen Schutz vor Ausbeutung oder schlechter Betreuung bieten.
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Seuchengefahr in Pakistan: Oxfam-Nothilfeteam vor Ort - Trinkwasser für Frauen und Kinder hat Priorität - 100.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt
Montag, 9. August 2010
Spenden.net/Oxfam, 08.08.2010/06.08.2010.
Weniger als eine Woche seit Beginn der Überschwemmungen in Pakistan versorgt Oxfam bereits rund 100.000 Menschen mit sauberem Wasser.
Im Moment erreichen Oxfams Trinkwassertransporte täglich knapp 40.000 Menschen. Zudem hat Oxfam zusammen mit Partnerorganisationen vier Wassersysteme in Khyber Paktunkhwa und Punjab repariert - vergleichsweise einfache Maßnahmen konnten so den Zugang zu sauberem Wasser für 56.000 Menschen sichern.
"Mit jedem Tag steigt das Gesundheitsrisiko", warnt Oxfams Landesdirektorin Neva Khan. "Es ist momentan unsere Priorität, insbesondere Frauen und Kinder mit sauberem Trinkwasser zu versorgen und die Ausbreitung von Durchfallerkrankungen zu verhindern." Um die Trinkwasserqualität zu gewährleisten, behandelt Oxfam das Wasser mit Chlor; im Swat-Tal steht zudem eine Aufbereitungsanlage zur Verfügung.
"Viele Leute holen sich ihr Wasser aus Tümpeln oder anderen stehenden Gewässern. Wir geben ihnen einfache Mittel zur Wasseraufbereitung und zeigen ihnen, wie sie damit das Wasser entkeimen können. Angesichts des allgemeinen Chaos und der Gesundheitsrisiken ist Hygiene extrem wichtig", so Khan.
Im Punjab setzt Oxfam Boote ein, um die Bergung von Überlebenden zu unterstützen. Bislang konnten so 54.000 Menschen in Sicherheit gebracht werden.
Für die kommenden Tage und Wochen plant Oxfam, Latrinen zu errichten, Hygiene-Pakete und Fertiggerichte zu verteilen, sowie mit "Cash for Work"-Projekten zu beginnen.
Die Situation der Flutopfer sei sehr schwierig, sagt Khan: "Die Menschen sind behelfsmäßig in Schulen und Notunterkünften untergebracht oder haben Unterschlupf bei Familien gefunden, deren Häuser bislang verschont wurden. In den stark von der Überschwemmung betroffenen Gebieten herrscht ein riesiger Bedarf an Nahrungsmitteln und Trinkwasser. "
Pakistan erlebt derzeit die schlimmsten Überschwemmungen seit 80 Jahren, viele Landesteile sind von der Außenwelt abgeschnitten. UN-Berichten zufolge gibt es bereits mehr als 1.600 Todesopfer. Jüngsten Schätzungen zufolge leiden mehr als 4,2 Millionen Menschen unter den Folgen der Flutkatastrophe.
Pakistan erlebt seit Ende Juli die schlimmsten Überschwemmungen seit 80 Jahren. Oxfams Nothilfe-Team ist seither vor Ort, um gemeinsam mit pakistanischen Partnerorganisationen in den drei am stärksten betroffenen Provinzen Khyber Pakhtunkhwa, Punjab und Balochistan mehrere Hunderttausend Menschen mit Trinkwasser, Hygienepaketen und -einrichtungen zu versorgen und so der Seuchengefahr vorzubeugen.
Iftikhar Kahlid, Oxfams Programm-Manager in Pakistan, ist soeben aus der Provinz Punjab zurückgekehrt: "Die Überschwemmungen sind von überwältigendem Ausmaß. Das Wasser hat alles mit sich gerissen. Die Menschen sind verzweifelt: Sie haben geliebte Angehörige, ihre Häuser und ihr Hab und Gut verloren. Die Wasserquellen sind zerstört und die diesjährige Ernte wurde komplett vernichtet. Die Betroffenen brauchen dringend Nahrung, Trinkwasser, Unterkünfte und Latrinen - es besteht große Gefahr für die Gesundheit der Menschen."
Medienberichten zufolge wurden ganze Dörfer von den Wassermassen weggespült.Anfang August gab es bereits mehr als 1.100 Todesopfer. Insgesamt sind etwa 1,5 Millionen Menschen in Pakistan von der Überschwemmung betroffen. Im Moment wächst die Furcht vor einem Ausbruch von Infektionskrankheiten. Die Behörden melden aus der Provinz Khyber Pakhtunkhwa bereits mehrere Cholera-Fälle.
Oxfam bittet dringend um Spenden für seine Nothilfe-Maßnahmen in Pakistan.
Spendenkonto: 13 13 13 Bank für Sozialwirtschaft Köln BLZ 370 205 00 Stichwort: Fluthilfe Pakistan
Oxfam Deutschland trägt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI).
Fluten in Pakistan - DRK: Die Menschen brauchen Trinken, Essen, Medizin
Montag, 9. August 2010
Spenden.net/DRK 08.08.2010 / 03.08.2010 Die schweren Regenfälle im Nordwesten Pakistans haben eine humanitäre Katastrophe in den armen bergigen Regionen des Landes ausgelöst. Die Wassermassen reißen Menschen, Tiere, Häuser, Straßen und Brücken mit sich. Die internationale Rotkreuz-Hilfe ist angelaufen, die Helfer haben durch die Verwüstung jedoch Probleme gerade abgelegene Regionen zu erreichen. Sauberes Wasser und die Versorgung mit Nahrungsmitteln sind die Prioritäten in der Versorgung der Betroffenen, deren Zahl auf über 1,5 Millionen geschätzt wird.
„Nun kommt es darauf an, die Menschen schnell mit Trinken, Essen und Medizin zu versorgen“, sagt Dirk Kamm, Leiter des DRK-Büros in Islamabad. „In den überschwemmten Regionen können sich Seuchen wie die Cholera schnell ausbreiten, außerdem sind das Brutstätten für die Anopheles-Mücken, die Malaria übertragen. Wir müssen schnell handeln“.
Das Deutsche Rote Kreuz ist seit 1983 in Pakistan und arbeitet mit der Schwestergesellschaft, dem Pakistanischen Roten Halbmond, eng zusammen. Viele der bestehenden Katastrophenschutzprojekte, die das DRK mitfinanziert, können nun flexibel für die akute Katastrophe genutzt werden. Sechs Rotkreuz-Gesundheitsstationen versorgen auch Flutopfer in den Unglücksgebieten. Die Verteilung von Hilfsgütern, wie Reis, Öl und Zucker ist in drei Bezirken angelaufen. Weitere Maßnahmen sind geplant. Der Rote Halbmond hat Tausende Helfer im Einsatz und kann sich in der Arbeit auf 89 Regionalverbände und die 40 Katastrophenschutz-Zentren stützen.
Das Deutsche Rote Kreuz bittet dringend um Spenden für die betroffenen Menschen in Pakistan:
Spendenkonto: 41 41 41 Bank für Sozialwirtschaft BLZ: 370 205 00 Stichwort: Pakistan Online-Spenden unter: www.DRK.de/spenden
Flutopfer in Pakistan: Welthungerhilfe bittet um Spenden
Montag, 9. August 2010
Spenden.net / Welthungerhilfe. 08.08.2010/02.08.2010 Nach den verheerendsten Überschwemmungen der letzten Jahr-zehnte in Pakistan mit über 1.000 Toten bittet die Welthungerhilfe die deutsche Bevölkerung um Spenden. Mathias Mogge, Vorstand Programme und Projekte der Welthungerhilfe: „Wir helfen, wo Menschen in Not sind und wir helfen können. In diesem Fall ist der Bedarf groß – und wir wollen den Flutopfern schnell helfen.“
Zwar ist die Welthungerhilfe selbst nicht mehr in Pakistan aktiv, verfügt aber mit der irischen Hilfsorganisation Concern Worldwide über einen erfahrenen Partner vor Ort. Gemeinsam mit der Welthungerhilfe arbeitet Concern seit über zehn Jahren in der Alliance 2015, einer Plattform sieben europäischer Hilfsorganisationen, die seit mehr als zehn Jahren erfolgreich zusammen arbeitet.
„Wir freuen uns, dass wir mit unserem langjährigen Partner Concern schnelle und effiziente Hilfe im Katastrophengebiet gewährleisten können“, sagt Mathias Mogge, „denn somit sind wir vor Ort bestens aufgestellt, obwohl die Welthungerhilfe selbst nicht mehr in Pakistan aktiv ist.“
Die Hilfe wird im besonders schwer getroffenen Distrikt Swat in Kyber Pakhtunkhwa geleistet, mit den Mitteln werden die Opfer der Überschwemmungen mit Trinkwasser und den dringendsten Gütern für eine solche Situation versorgt, also etwa Plastikplanen zum Abdecken kaputter Dächer oder Decken und Hygieneartikel.
Um möglichst zügig helfen zu können, stellt die Welthungerhilfe 50.000 Euro für die erste Nothilfe bereit.
Die Welthungerhilfe bittet um Spenden: Welthungerhilfe Kontonummer 1115 Sparkasse KölnBonn BLZ 370 501 98
Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland. Sie leistet Hilfe aus einer Hand: Von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungshilfe mit einheimischen Partnerorganisationen nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Seit der Gründung im Jahr 1962 wurden mehr als 6.247 Projekte in 70 Ländern mit 2,03 Milliarden Euro gefördert – für eine Welt ohne Hunger und Armut.
Bundesregierung: Zwei Millionen Euro für Pakistans Flutopfer
Montag, 9. August 2010
Spenden.net / BMZ, Auswärtiges Amt 08.08.2010/05.08.2010 Die Bundesregierung erhöht ihre humanitäre Hilfe für die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan um eine Million Euro Das Auswärtige Amt und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung stocken ihre jeweiligen Hilfszusagen von 500.000 Euro auf jeweils 1 Million Euro, insgesamt also 2 Millionen Euro, auf.
In den letzten Tagen hatten sich Berichte bestätigt, nach denen das Ausmaß der Schäden und die Zahl der Betroffenen größer sind als anfangs angenommen. Insgesamt sind landesweit über 4 Millionen Menschen von den verheerenden Auswirkungen der Überschwemmungen unmittelbar betroffen. Der größte Bedarf an Hilfe besteht bei Nahrungsmitteln, Zugang zu Trinkwasser, Zelten sowie allgemein medizinischer Versorgung. Auch die neu bereitgestellten Gelder fließen in Maßnahmen, die diesen Bedarf bedienen. Die pakistanische Regierung hat der Internationalen Gemeinschaft gestern für das bereits angelaufene Engagement gedankt, aber auch um weitere Hilfe gebeten.
Die Bundesregierung hatte umgehend die ersten Hilfsmaßnahmen auf den Weg gebracht. Nach den verheerenden Überschwemmungen in Pakistan hatte die Bundesrepublik ihre Hilfe bereits Anfang August 2010 kurzfristig von ursprünglich 500.000 auf 1 Mio. Euro erhöht: Zunächst waren vom Auswärtigen Amt 500.000 EUR für Notunterkünfte, Decken und Trinkwasser zur Verfügung gestellt worden. Weitere 500.000 Euro aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung waren für eine schnelle Versorgung der Notleidenden mit Nahrungsmitteln bestimmt.
Deutschland hat nach Angaben der Bundesregierung damit für Pakistan allein im Jahre 2010 bisher 6,6 Millionen Euro an humanitärer Hilfe geleistet (Auswärtiges Amt: 4,1 Millionen Euro, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: 2,5 Millionen Euro). In der ersten Jahreshälfte ging es dabei – wie schon 2009 – im Wesentlichen um die Versorgung der vor den bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Taliban und pakistanischer Armee im Nordwesten geflohenen und in Bedrängnis geratenen Menschen.
Ferner trägt Deutschland nach Angaben der Bundesregierung einen Anteil von 6 Millionen Euro an der bisher in diesem Jahr geleisteten humanitären Hilfe der Europäischen Kommission für Pakistan.
Die Bundesregierung habe Pakistan für Entwicklungszusammenarbeit und stabilisierende Maßnahmen für den Zeitraum 2009/2010 insgesamt 140 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Schwerpunkte der Entwicklungszusammenarbeit sind dabei die Bereiche Gute Regierungsführung, Bildung, Energie und Gesundheit.
Damit ist Deutschland nach Angaben der Bundesregierung unverändert – ob in akuten Notlagen oder bei der langfristigen Stabilisierung und Entwicklung – einer der stärksten Partner Pakistans.
Flutpofer in Pakistan: Aktion Deutschland Hilft ruft zu Spenden auf
Sonntag, 8. August 2010
Aktion Deutschland hilft / Spenden.net
Hilfe für Flutopfer in Pakistan Nach den schwersten Überschwemmungen seit Jahrzehnten in Pakistan ruft das Bündnis Aktion Deutschland Hilft zu Spenden für die Opfer auf. Nach heftigen Monsumregenfällen ist der Nordwesten des Landes fast vollständig von der Außenwelt abgeschlossen. Zehntausende Menschen sind von den Fluten eingeschlossen und warten auf Hilfe. Über 1.500 Menschen haben bereits ihr Leben verloren. Der Regen lässt nicht nach, was die Lage im Katastrophengebiet stündlich verschlimmert uns weitere Menschenleben fordern wird. Die hygienische Situation ist katastrophal und die Gefahr von Seuchen und Infektionskrankheiten steigt. Mehre Mitgliedorganisationen von Aktion Deutschland Hilft sind seit Jahren in Pakistan aktiv. CARE, Malteser International, World Vision, Handicap International, Kinderhilfswerk Global Care und action medeor haben mit der Entsendung medizinischen Teams sowie der Verteilung von Wasserreinigungstabletten und Hygiene Kits bereits erste Nothilfemaßnahmen für die Opfer gestartet. Tausende Flutopfer benötigend dringend Trinkwasser, Nahrungsmittel und Notunterkünfte. Die hier definierten beispielhaften Bedarfe werden dringend benötigt. Wir garantieren Ihnen, dass Ihre Spende den Menschen in Pakistan zugute kommt und hilft, Leid zu mindern.
Helfen Sie Leben retten. Helfen Sie mit Ihrer Spende!
Online-Spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de
Spendenkonto: 10 20 30 Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00 Spendenhotline: 0900 55 10 20 30
Hunger und Seuchengefahr nach Hochwasser in Pakistan
Samstag, 7. August 2010
Die Flutkatastrophe in Pakistan hinterlässt eine Spur der Verwüstung: Unzählige Dörfer in dem 164 Millionen Einwohner zählenden Land wurden bereits überschwemmt. In den betroffenen Regionen droht eine Hungersnot. Mit den Wassermassen bahnt sich auch die Seuchengefahr ihren Weg in die weiter südlich gelegenen bevölkerungsreichsten Provinzen Punjab und Sindh. Das Rote Kreuz leistet Soforthilfe und versorgt 25 000 Menschen mit Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser, Seife, Waschpulver und Hygieneartikeln. Weitere Verteilungen sind geplant.
Die Mitgliedsorganisationen der "Aktion Deutschland hilft" erreichen viele Betroffenen zur Zeit mit kleineren Fahrzeugen oder zu Fuß. Ein wichtiger Schwerpunkt der Hilfe liegt auf der Versorgung mit Nahrungsmitteln, denn die Lebensmittelsituation ist kritisch: Vorräte sind verschlammt oder verderben durch die Hitze.
So verteilt Malteser International Grundnahrungsmittel an rund 2.000 Familien zusätzlich zur medizinischen Versorgung und Hygiene-Maßnahmen. Die Johanniter versorgen die Opfer in von Fluten eingeschlossenen Dörfern mit mobilen medizinischen Teams. action medeor stellt Wasserentkeimungstabletten und Cholera-Kits bereit. CARE hat einen Konvoi aus elf Lastwagen beladen mit Zelten, Tüchern, Moskitonetzen, Plastikmatten, Küchenutensilien, Wasserreinigungstabletten und Hygieneartikeln auf den Weg gebracht. Mit diesen ersten Verteilungen werden rund 1.800 Betroffene versorgt. Im Hinblick auf die Seuchengefahr in den Überschwemmungsgebieten hat World Vision eine erste Klinik eröffnet, weitere sechs Gesundheitsstationen werden unterstützt.
„Wir haben vorsorglich eine mobile Cholera-Station aufgebaut“, berichtet Dirk Kamm, Leiter des DRK-Büros in Islamabad, aus dem Krisengebiet. Viele Menschen leiden bereits an lebensgefährlichen Durchfallerkrankungen und Hautausschlägen. Andere wurden in den reißenden Fluten verletzt. Die Zahl der Schlangenbisse ist dramatisch gestiegen. Anti-Serum wird knapp. Dirk Kamm: „Medizinische Hilfe fehlt überall.“ In zehn bereits vorhandenen Rotkreuz-Gesundheitsstationen werden jetzt auch Flutopfer behandelt.
Das Deutsche Rote Kreuz ist seit langem finanziell und personell in Pakistan engagiert und arbeitet eng mit der Schwestergesellschaft, dem Pakistanischen Roten Halbmond, zusammen. Tausende Rotkreuz-Helfer sind unter schwierigsten Bedingungen im Einsatz. Dirk Kamm: „Viele Zugangswege sind eingeschränkt oder abgeschnitten. Hilfsgüter können oft nur noch mit Mauleseln transportiert werden.“
Weitere Mitgliedsorganisationen wie action medeor, Handicap International, Kinderhilfswerk Global Care und arche noVa werden darüber hinaus mit Hilfsmaßnahmen in den Bereichen Nothilfe, medizinische Hilfe, Trinkwasserversorgung, Hygieneschutz sowie der Bereitstellung von Notunterkünften tätig werden.
Spendenkonten:
Deutsches Rotes Kreuz Spendenkonto 41 41 41 Bank für Sozialwirtschaft BLZ: 370 205 00 Stichwort: Pakistan Online-Spenden unter http://www.DRK.de/spenden
Aktion Deutschland Hilft Spendenkonto: 10 20 30 Bank für Sozialwirtschaft BLZ 370 205 00 Stichwort: Flut Pakistan
Charity SMS: SMS mit Pakistan an die 8 11 90 senden (5 € zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Aktion Deutschland Hilft 4,83 €)
Ärzte ohne Grenzen: Kirgisistan: Alle Volksgruppen müssen Zugang zu medizinischer Versorgung haben
Freitag, 23. Juli 2010
Ärzte ohne Grenzen / Spenden.net
Kirgisistan: Alle Volksgruppen müssen Zugang zu medizinischer Versorgung haben
Osch/Berlin, 20. Juli 2010. Fünf Wochen nach den heftigen Ausschreitungen im Süden Kirgisistans behandeln die dortigen Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen noch immer täglich Gewaltopfer. Noch beunruhigender als die stetige Aufnahme von Verletzten ist für die Teams jedoch, dass nicht alle Volksgruppen die gleichen Möglichkeiten haben, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
"Jeden Tag behandeln unsere medizinischen Teams in den Krankenhäusern und mobilen Kliniken Patienten, die geschlagen oder sogar gefoltert wurden", beschreibt Andrei Slavuckij, der die Projekte von Ärzte ohne Grenzen in Kirgisistan koordiniert. "Viele Menschen, vor allem Angehörige der usbekischen Bevölkerungsgruppe in Osch, berichten, dass sie aus Angst vor Verhaftungen keine öffentlichen medizinischen Einrichtungen aufsuchen wollen."
Angesicht einer Atmosphäre aus Angst und Misstrauen zwischen usbekischen und kirgisischen Volksgruppen und durch die Präsenz von Bewaffneten in einigen Gesundheitseinrichtungen in Osch und deren Umgebung, ist der Zugang zu medizinischer Versorgung noch immer eines der Hauptprobleme. Die Angst, keine adäquate und unparteiische Behandlung zu erhalten, hält viele, die dringend Hilfe benötigen, davon ab, medizinische Einrichtungen aufzusuchen.
"In solch einem angespannten und unbeständigen Kontext rufen wir alle verantwortlichen Behörden dazu auf, die Neutralität medizinischer Einrichtungen zu bewahren. Es ist unabdingbar, dass jeder, der Behandlung braucht, diese auch bekommt - egal welcher Herkunft er ist", betont Bruno Jochum, Programmverantwortlicher in Genf.
Seit Beginn der aktuellen Krise hat Ärzte ohne Grenzen mit vier mobilen Kliniken in Osch und Jalalabad und der näheren Umgebung mehr als 1400 Konsultationen durchgeführt. Außerdem unterstützt die Organisation 25 Gesundheitseinrichtungen mit Lieferungen von Medikamenten und medizinischer Ausrüstung. Nach den extrem gewalttätigen Ausschreitungen im Juni stehen Tausende Menschen in Kirgisistan auch heute noch unter schwerem Schock. Der Bedarf an psychologischer Betreuung ist immens. Ärzte ohne Grenzen konzentriert sich daher zunehmend auch auf psychologische Hilfe.
Ärzte ohne Grenzen ist seit 2006 in Kirgisistan und behandelt Tuberkulosepatienten in Strafanstalten, darunter auch solche mit resistenten Formen der Krankheit. Gegenwärtig sind 45 Mitarbeiter im Land im Einsatz, 35 davon für die Versorgung der Opfer der jüngsten Gewalt.
Ärzte ohne Grenzen / Am Köllnischen Park 1 / D-10179 Berlin office@berlin.msf.org / http://www.aerzte-ohne-grenzen.de Spendenkonto: 97097 / Bank für Sozialwirtschaft / BLZ 370 205 00
Ärzte ohne Grenzen: Jahresbilanz 2009
Donnerstag, 22. Juli 2010
Ärzte ohne Grenzen / Spenden.net
Jahresbilanz 2009: Einnahmen lagen über Erwartungen - Afghanistan: Diskussion um Kooperation mit Militär gefährdet humanitäre Hilfe
Berlin, 16. Juli 2010. Die deutsche Sektion von Ärzte ohne Grenzen hat im vergangenen Jahr 44,6 Millionen Euro eingenommen. "Befürchtete negative Auswirkungen der Finanzkrise sind ausgeblieben", sagte der Vorstandsvorsitzende Tankred Stöbe am Freitag bei der Jahrespressekonferenz in Berlin. "Unsere Einnahmen stiegen gegenüber dem Vorjahr sogar leicht an." Ausgegeben hat die Organisation 2009 insgesamt 42,9 Millionen Euro. Davon flossen 35,1 Millionen Euro direkt in die Nothilfe in 41 Ländern. Auch in Afghanistan ist das internationale Netzwerk seit Ende 2009 wieder aktiv. In unsicheren Kontexten wie diesen könne Ärzte ohne Grenzen nur völlig unabhängig und neutral arbeiten, betonte Stöbe. Forderungen nach engerer Kooperation zwischen zivilen Organisationen und Militär wies er entschieden zurück. Geschäftsführer Frank Dörner ging auf den Hilfseinsatz nach dem Erdbeben in Haiti Anfang dieses Jahres ein.
Mehr als die Hälfte der Afghanen hat keinen oder kaum Zugang zu einfachster medizinischer Versorgung. Die Mutter-und-Kind-Sterblichkeit ist erschreckend hoch. Das Kinderhilfswerk Unicef schätzt, dass auf 1.000 Lebendgeburten etwa 257 tote Säuglinge kommen. Ärzte ohne Grenzen hat im Oktober bzw. November vergangenen Jahres Projekte in Kabul und der Provinz Helmand eröffnet, nachdem die Organisation das Land nach einem gezielten Anschlag im Jahr 2004 verlassen hatte.
Die Rückkehr sei nur nach langen und intensiven Verhandlungen mit allen Konfliktparteien möglich gewesen, betonte Stöbe. "Um helfen zu können, müssen Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen neutral, unparteiisch und unabhängig sein und auch so wahrgenommen werden. Kooperationen mit dem Militär und die Diskussion darüber gefährden unsere Sicherheit, unsere Arbeit und damit letztlich das Leben unserer Patienten." NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel hatten jüngst gefordert, zivile Organisationen sollten in Afghanistan mit militärischen Akteuren zusammenarbeiten.
Ein halbes Jahr nach dem schweren Erdbeben in Haiti sei erschütternd, wie wenig sich für die Betroffenen verbessert habe, so Dörner, der das Land in der vergangenen Woche besucht hat. Zwar könnten mittlerweile mehr Menschen medizinisch versorgt werden, noch immer aber litten viele Haitianer große Not. Von mehr als 200 ehemals bei den Vereinten Nationen registrierten medizinischen Nichtregierungsorganisationen seien heute nur noch wenige vor Ort.
"Die Kluft zwischen dem Enthusiasmus und den Hilfsversprechen der ersten Wochen und der Realität, die ich vor Ort sechs Monate später erlebt habe, ist riesig. Diese Herausforderung kann nur mit einem anhaltenden internationalen Engagement bewältigt werden", sagte der Arzt. Daher wird Ärzte ohne Grenzen auch in den kommenden Jahren vor Ort aktiv bleiben, während viele Organisationen ihren Einsatz in Haiti bereits beendet haben. Bis Ende 2010 plant die medizinische Organisation 89 Millionen Euro für die Direkthilfe in Haiti auszugeben.
Ärzte ohne Grenzen Am Köllnischen Park 1 D-10179 Berlin office@berlin.msf.org http://www.aerzte-ohne-grenzen.de Spendenkonto: 97097 Bank für Sozialwirtschaft BLZ 370 205 00
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Vorsicht bei übertriebener Dringlichkeit des Spendenaufrufs: Misstrauen
ist angebracht, wenn im Rahmen der akuten Nothilfe eine übertriebene Dringlichkeit
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gleich zu starten. Die Spenden helfen dann diesen Organisationen, ihre
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Auf Kompetenz achten: Einem seriösen Spendenaufruf sollte zu entnehmen
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gibt, als wenn er wenigen Organisationen größere Summen zuwendet.
Zweckgebundene Spenden: Achten Sie genau auf die Formulierung des
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Steuerliche Behandlung von Spenden: Ein Steuerabzug der Spende in
Deutschland ist möglich, sofern das Spenden sammelnde Hilfswerk vom zuständigen
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der betreffenden steuerbegünstigten Organisation. Bei Spenden bis zu 100
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